heute ist es passiert, wovor millionen menschen weltweit angst hatten. fidel castro ist zurueckgetreten. damit geht die macht nicht mehr von ihm aus. sein nachvolger wird am sonntag von der nationalversammlung gewaehlt. es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass sein 5 jahre juengerer bruder raúl castro, der bislang schon stellvertretend fuer fidel die macht inne hat, zum praesidenten gewaehlt werden.
es ist ein trauriger tag. fidel castro war von 1959 bis 2008 in kuba praesident. dabei ueberlebte er mehrfache mordanschlaege durch die vereinigten staaten. auch embargos konnten an der herrschaft castros in kuba nichts aendern.
kuba verfuegt ueber ein hervorragendes bildungs- und gesundheitssystem. die analphabetenquote liegt zb unter der der vereinigten staaten. auch ist zuzahlung bei medikamenten in kuba eine seltenheit. behandlungen finden dort komplett kostenlos statt.
leider ist kuba nichts destotrotz eine diktatur, in der gegner ins gefaengniss gesteckt oder hingerichtet werden.
auch gibt es auf kuba kaum wirtschaft. so stehen den absolventen der universitaeten kaum moeglichkeiten zur verfuegung, ihr wissen (was international sogar geschaetzt wird) in die praxis umzusetzen.
ich denke nicht, dass sich in kuba gross etwas aendern wird, solange fidel castro noch im hintergrund lebt. er wohl weiterhin die faeden ziehen, oder zumindest kontrollieren, was sein nachfolger denn so tut.
schade, dass ich nie auf kuba war
hasta la victoria siempre
ich war auch schockiert. ich stimme dir bei deinem text auch fast in jedem punkt zu- außer in einem: „leider ist kuba nichts destotrotz eine diktatur“ – ist eine demokratie wirklich soviel besser? geh mal durch eine stadt und seh dir die leute ganz genau an und mache dir eine statistik. mehr als 50 % von denen kannst du keine entscheidung mit einer tragweite größer als „wer-soll-der-neue-superstar-werden“ oder „welche-talk-show-ist-die-geilste“ überlassen. ergo: demokratie setzt leute in einem staat voraus, die denken können. ist zumindest in deutschland bei weit mehr als 50 % der einwohner nicht der fall. leider! klar: besagte leute gehen nicht wählen.. aber trotzdem: wenn der diktator ein land so unter kontrolle hat, dass die meisten menschen zufrieden sind, dann soll man das nicht kritisieren. (denn nicht jeder diktator ist faschist oder islamist oder …) und in kuba ist jeder zufrieden (die, die von kuba flüchten, haben sie nicht mehr alle; und guantanamo zähl ich mal nicht zu kuba dazu;)
p.s: hasta la victoria siempre
Kommentar von Basti — Februar 19, 2008 @ 7:37
Tach Stefan,
ich finde es auch schade das Fidel Castro aufgehört hat. Er hätte ja mindestens die 50 Jahre voll machen können.
Aber er war länger an der Macht als Erich aus der DDR.
Nun ja jetzt ist er ja weg und die Havannas werden auch nicht mehr so schmecken wie früher.
Hoffentlich kommt jetzt nicht irgend so ein spinner an die Macht. Ich würde Helmut Kohl zur Präsidentschaftswahl in Kuba vorschlagen.
p.s. hasta la vista baby
Kommentar von schmiddi — Februar 20, 2008 @ 8:44